Fast Food, Stress oder ein Schluck Kaffee zu viel und schon tritt es auf – ein unangenehmes Brennen in der Speiseröhre. Während die Gründe und Ursachen für Sodbrennen vielfältig sein können, ist der direkte Auslöser fast immer Reflux. Doch wo liegt der Unterschied zwischen den beiden und woher kommt Sodbrennen genau? Der folgende Überblick beantwortet diese Fragen und erklärt, wie Sodbrennen entsteht, welche Symptome eine Rolle spielen und was gegen Sodbrennen hilft.

Was ist Sodbrennen und wie entsteht es?

Obwohl die Zuordnung im Volksmund häufig anders ist, handelt es sich bei Sodbrennen an sich nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom. Das Wort Sod wird heute auch im Hochdeutschen kaum mehr benutzt und leitet sich ursprünglich aus dem Mittelhochdeutschen ab. Sod bedeutet dort so viel wie „siedende Flüssigkeit“. Beide Worte, Sod und Brennen, sind demnach gut geeignet, um das Symptom zu beschreiben: Sodbrennen ist ein brennendes, stechendes Gefühl hinter dem Brustbein und in der Speiseröhre, das bis in den Rachen reichen kann. Weitere typische Anzeichen von Sodbrennen sind ein Druckgefühl im Oberbauch sowie saures Aufstoßen, wodurch Sodbrennen mit einem unangenehmen Geschmack im Mund einhergehen kann.

Aber was brennt hier eigentlich? Was löst Sodbrennen tatsächlich aus? Die eindeutig häufigste der Sodbrennen-Ursachen ist Reflux. Bei diesem „Rückfluss“ gelangt Magensäure oder anderer Mageninhalt zurück in die Speiseröhre.1 Die Magensäure hat einen sehr niedrigen pH-Wert, das bedeutet, sie ist sehr sauer. Das dient verschiedenen Vorgängen während der Verdauung. Der Magen selbst ist durch eine besondere Schleimschicht vor dieser Säure geschützt – in der Speiseröhre fehlt eine solche Schutzschicht allerdings.

Bei gesunden Menschen ist ein Schließmuskel dafür verantwortlich, Speiseröhre und Magen voneinander zu trennen. Dieser öffnet sich normalerweise nur, wenn wir Nahrung herunterschlucken. Ist der Muskel allerdings geschwächt, kommt es mitunter dazu, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Die empfindlichere Schleimhaut der Speiseröhre wird durch die Magensäure angegriffen – das verursacht schließlich die typischen Sodbrennen-Symptome.

Weitere Ursachen und Auslöser von Sodbrennen

Reflux ist der häufigste Grund für Sodbrennen und kann als sogenannte Gastroösophageale Reflux-Krankheit (englisch: GERD) sogar chronisch werden. Doch auch andere Krankheitsbilder können das Symptom auslösen. Häufig verursachen auch stiller Reflux sowie Galle-Reflux das unangenehme Brennen im Hals. Hierbei steigt nicht nur die ätzende Magensäure fälschlicherweise in die Speiseröhre auf, sondern andere Verdauungssäfte kommen hinzu. Dazu gehören vor allem Gallensäuren, Pankreassekret oder Duodenalsaft, also Flüssigkeit aus dem Zwölffingerdarm, der sich direkt an den Magen anschließt. Diese Stoffe gelangen dann über den Magen in die Speiseröhre, wodurch Sodbrennen entsteht.2

Neben manifesten Krankheiten liefert häufig auch unsere Ernährung eine Erklärung dafür, woher Sodbrennen kommt. Insbesondere fettreiche, üppige Mahlzeiten sowie Getränke, die viel Säure oder Koffein enthalten, zum Beispiel Kaffee, können dazu führen, dass der Magen übersäuert, was Sodbrennen auslösen kann.3 Besonders scharfes Essen, Paradeiser, aber auch Schokolade gehören zu den Lebensmitteln, die Symptome wie Sodbrennen hervorrufen oder verstärken können.

Ein weiterer entscheidender Risikofaktor ist ein ungesunder Lebensstil: Wer übergewichtig ist, raucht oder regelmäßig Alkohol trinkt, leidet häufiger unter Anzeichen von Sodbrennen als gesundheitsbewusstere Menschen.4 Auch Stress kann uns nicht nur sprichwörtlich auf den Magen schlagen.

Zu den häufigsten Sodbrennen-Ursachen bei Frauen zählt eine ganz spezielle Sache: Besonders häufig tritt Sodbrennen in der Schwangerschaft auf. Bis zu 80 % der Schwangeren sind betroffen – je nach Phase der Schwangerschaft sind es etwas mehr oder weniger. Zwei Hauptfaktoren lösen das Sodbrennen hierbei aus: Zum einen treten verschiedene hormonelle Veränderungen auf, die die Entstehung von Sodbrennen während der Schwangerschaft begünstigen können. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Magen langsamer entleert wird. Zum anderen ist auch die veränderte Mechanik entscheidend. Der Druck im gesamten Bauchraum steigt durch den wachsenden Fötus während der Schwangerschaft stetig an, wodurch zusätzlich oft Sodbrennen ausgelöst wird.

Treten bei Sodbrennen noch weitere Symptome auf?

Zusätzlich zum Brennen in der Speiseröhre, dem Aufstoßen und dem Druck im Oberbauch können bei einem klassischen Reflux auch andere, eher untypische Symptome auftreten. Möglich sind beispielsweise ein bitterer Geschmack im Mund5 sowie Heiserkeit oder häufiges Räuspern.6 Husten kann bei Reflux ebenfalls auftreten. Hinzukommen können Schmerzen hinter dem Brustbein.7 Auch Halsschmerzen durch Sodbrennen sind keine Seltenheit. Zusätzlich beschreiben viele Betroffene das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben.8

Obwohl die meisten dieser Beschwerden in der Regel harmlos sind, gibt es auch Symptome, die von Sodbrennen abgegrenzt und ärztlich untersucht werden müssen. Wenn Betroffene das Gefühl haben, dass ihnen das Schlucken schwerfällt oder die Nahrung im Hals stecken bleibt, sollte dies unbedingt abgeklärt werden. Auch blutiges Erbrechen oder schwarzer Stuhlgang erfordern schnelles Handeln. Plötzlicher Gewichtsverlust ist ein weiteres wichtiges Warnsignal. Anzeichen wie diese können auf eine schwerwiegendere Erkrankung hindeuten oder ärztliches Handeln notwendig machen.9

Was kann man gegen Sodbrennen tun?

Zur effektiven Behandlung von Sodbrennen sind verschiedene Ansätze denkbar. Wichtig ist dabei, zunächst sicher zu klären, welche Ursache den Beschwerden zugrunde liegt. Wer sich als Erstes die Frage stellt: „Wieso habe ich überhaupt Sodbrennen?“, bewegt sich bereits in Richtung Besserung. Häufig ist der erste und wichtigste Schritt, den eigenen Lebensstil anzupassen – dies hilft bereits einem Großteil der Betroffenen.

Wenn die Ernährung für die Symptome verantwortlich ist, schafft eine Ernährungsumstellung am schnellsten und besten Abhilfe gegen Sodbrennen. Zusätzliche Lebensstilveränderungen wie Gewichtsreduktion, mehr Bewegung oder der Verzicht auf das Rauchen können für die Sodbrennen-Therapie ebenso hilfreich sein wie verschiedene Hausmittel.10

Doch Veränderungen brauchen Zeit. Nach einer wohlverdienten Mahlzeit im stressigen Alltag ist diese Lösung nicht immer einfach umsetzbar. Was können Betroffene also kurzfristig gegen Sodbrennen tun? Die erste Wahl sind hier sogenannte Antazida, eine Gruppe an Medikamenten, die die Magensäure neutralisieren und das Sodbrennen so lindern können. Antazida enthalten basische Stoffe wie Magnesium-, Aluminium- oder Calciumcarbonat. Diese Basen sorgen dafür, dass die Magensäure neutralisiert wird, sodass sie die Schleimhaut in der Speiseröhre nicht mehr angreifen kann.11

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1: IQVIA; OTC Data, ANTACIDA 03G1C/E/M +03G9, Absatz, MAT 12/25

Was tun gegen anhaltendes Sodbrennen?

Zur akuten und vorübergehenden Behandlung säurebedingter Magenbeschwerden ist Rennie® eine gute Wahl. Wenn Sodbrennen regelmäßig auftritt, obwohl die eigenen Gewohnheiten angepasst wurden, ist Vorsicht geboten. Betroffene, die mehr als zweimal pro Woche auf Antazida oder andere rezeptfreie Medikamente angewiesen sind, sollten sich unbedingt ärztlich untersuchen lassen. In diesem Fall sind eine professionelle Klärung der Ursachen sowie eine individuelle Behandlungsstrategie unumgänglich.12